Home
  Über uns
  Terminkalender
  Hegeringe
  Jungjägerkurs
  Junge Jäger
  Unsere Aktivitäten
  in Bild und Wort
  Mitteilungen
  Rollende Waldschule
  Falkner
  Schießstand
  Jagdhundewesen
  Jagdliche Tradition
  Schießwesen
  Greifvögel in Not
  Links
  Jagd und Natur

Impressum

Vorsitzender
Lutz Schorn

Geschäftsstelle:
Hauptstraße 29
53340 Meckenheim
Tel.: 02225 948590
Fax: 02225 948202
Office@kjs-bonn.de

Bankverbindung:

BLZ 380 601 86
Konto 310 300 0016
IBAN: DE23 3806 0186 3103 0000 16
BIC: GENODED1BRS

Ein Horrido der Elsbeere (12.03.2011)

BONN. Am Samstag den 12. März "drückten" die Jäger und Jägerinnen der Kreisjägerschaft Bonn –wie auch im Vorjahr- gemeinsam mit dem "Verein der Waldfreunde Sankt Hubertus 1926 Bonn-Duisdorf-Hardtberg e.V." und vielen anderen Helfern und Vereinen durch den Kottenforst, um den "Stadtwald" von weggeworfenem Wohlstandsmüll zu befreien. Praktischerweise konnte eine achtlos weggeworfene Schubkarre beim Abtransport eines "aufgespürten" Waschbeckens noch ihren letzten Dienst erweisen.

Im Anschluss an die umweltfreundliche Aktivität, wurde der "Baum des Jahres 2011" gepflanzt. Die Elsbeere wurde in diesem Jahr von der "Sankt Hubertus Schützenbruderschaft 1911 e.V." gespendet.  Die Jagdhornbläser der Jägerschaft Bonn begleiteten die gut besuchte Veranstaltung musikalisch. Der Vorsitzende, Reinhard Wolf, und Geschäftsführer der Jägerschaft Bonn, RA Michael Witsch,  fördern die gewachsene und inzwischen enge Beziehung der Jägerschaft zu den naturverbundenen Vereinen. Gemeinsam wird bei diesen Aktionen ein nachhaltiges Bild zum Erhalt unserer Natur und Umwelt ausgestrahlt. Forstdirektor Achim Urmes wies die zahlreichen Gäste sachkundig und unterhaltsam in die Besonderheiten der leider recht unbekannten Elsbeere ein. Der sommergrüne Laubbaum ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Mehlbeeren (Sorbus) in der Familie der Rosengewächse. Die Blütezeit, in der der Baum feurig rot blüht, liegt im Mai bis Juni. Die eiförmigen, zuerst olivgrünen und später braunen Früchte der Elsbeere waren bereits im Mittelalter begehrte Hilfen gegen Magen- und Darmerkrankungen. Keine andere Frucht hat soviel Vitamin "C", wie die Elsbeere. Theologen der Lutherstadt Wittenberg kürten den Baum im Jahr 1999 zum "Lutherin-Baum", da Frau Luther die adstringierenden (blutstillenden / entzündungs-hemmenden) Früchte gerne aß.  Der Baum dominiert in keiner Waldgesellschaft und tritt eher vereinzelt auf. Leider wurde er wegen seiner rauen Rinde oft mit schlecht gewachsenen Eichen verwechselt und unerkannt gefällt. Sein Holz gehört allerdings zu den härtesten und edelsten Europas und gibt ein wunderbares Klang- und Instrumentenholz ab. Bis 100.000 Euro können pro Festmeter erzielt werden. Wegen seiner Genügsamkeit und geringen Ansprüchen an den Wasserhaushalt und Wärmebelastung, ist der Baum auch für forstlich problematische Standorte gut geeignet. Er ist unempfindlich gegenüber Schädlingen und liefert durch die Förderung eines ausgewogenen Artenspektrums (Schmetterlinge/ Gliedertiere) einen Beitrag zur Biodiversität. Im Elsaß schätzt man den Baum. Dort stellt man aus den Früchten einen schlehenähnlichen Schnaps (Alisier) her. Der Baum ist auch als "Königin der Obstbrände" bekannt. Die Elsbeere ist eine äußerst begehrte Wildobstart (Englisch: wild –service-tree). Er ist also ein kommender Baum im Zeichen des Klimawandels und verdient die Beachtung der Jägerschaft im Rahmen der Revierpflege (Mastbaum / Zusatzäsung).

(Text: Olaf Leidreiter)


Zum Foto:

Von links nach rechts:

Links: Forstdirektor Achim Urmes

Mitte: Vorsitzender Verein "Waldfreunde Sankt Hubertus 1926 Bonn/Duisdorf/Hardtberg e.V." Klaus Deckert

Rechts: 1.Brudermeister "Sankt Hubertus Schützenbruderschaft 1911 e.V." Dieter Augustintschitsch

im Hintergrund Jagdhornbläser der Jägerschaft Bonn

© 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016 Jägerschaft Bonn e.V.